Kämpft weiter!

Seit Clara Zetkin am 27. August 1910 der zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen die Einführung eines internationalen Kampftages für Frauenrechte vorschlug, hat sich einiges getan. Was sich seit 100 Jahren Internationaler Frauentag alles verbessert hat, kann an anderer Stelle nachgelesen werden. Fest steht aber auch, dass wir nach wie vor in einer Welt leben, die von Männern beherrscht wird. Und egal, ob es sich dabei um männliche Personen oder ein abstraktes männliches Prinzip handelt: Frauen weltweit spüren jeden Tag die Auswirkungen dieser Herrschaftsverhältnisse.

Ein Kampf für Freiheit und Gleichheit aller Menschen ist also weiterhin absolut notwendig! Und dieser Kampf erfordert eine Solidarisierung aller Frauen weltweit. Es darf dabei aber nicht die Unterschiedlichkeit der jeweilgen Unterdrückungssituationen aus dem Blick geraten. Alleine in Deutschland kämpfen Frauen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen für Anerkennung und Emanzipation: Weiße Frauen, Frauen of colour, lesbische Frauen, Migrantinnen, alleinerziehende Mütter, Sexarbeiterinnen, junge und alte Frauen oder erwerblose Frauen, um nur einige Identitäten zu nennen, die vielfach auch miteinander interagieren.

Solidarität kann also im gemeinsam Kampf für Emanzipation nicht bedeuten, für alle Frauen zu sprechen. Denn „die Frau“ an sich gibt es genauso wenig wie „den Mann“. Vielmehr muss ein solidarischer Kampf gerade auch die Vielfalt der spezifischen Unterdrückungssituationen thematisieren. Denn nur so können eben diese aufgebrochen werden. Dass bedeutet nicht, dass jede Frau alleine und nur für sich kämpft. Sondern, dass der Kampf den wir für unsere Freiheit führen, in Vielfalt geführt wird. Und dass gerade in dieser Vielfalt die Solidarität begründet ist.

In diesem Sinne: Lasst uns weiterkämpfen!

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Kommentare
Ein Kommentar zu “Kämpft weiter!”
  1. Demir sagt:

    Bin gerade eben durch Zufall vorbei gekommen. Gefaellt mir bis jetzt gut.

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